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Kritikpunkte:
M$ Wasserpreissteigerung:
Der Nachweis stärkerer Wasserpreissteigerungen vor der Teilprivatisierung als nach der Teilprivatisierung kommt aufgrund methodischer Mängel zustande. Es hätte darauf hingewiesen werden müssen, dass nach 1992 das subventionierte Preisniveau in Berlin (Ost) auf das höhere Preisniveau in Berlin (West) angeglichen werden musste. Das ist nicht geschehen. Solche Strukturkomponenten hätten die Gutachter beim Preisvergleich berücksichtigen müssen. Waldner 09:14, 6. Apr. 2012 (UTC)

M$ Wasserpreissteigerung:
Die Preisvergleiche mit einzelnen kleinen ostdeutschen Wasserbetrieben sind nicht seriös. Es hätten Wasserbetriebe genommen werden müssen, die aufgrund einer Millionenbevölkerung ähnliche infrastrukturelle Probleme bewältigen müssen wie die Berliner Wasserbetriebe. Dazu bieten sich die Wasserbetriebe von Hamburg, Köln und München an. Der Vergleichsmaßstab genügt nicht wissenschaftlichen Maßstäben und ist nicht kompatibel. Erforderlich wäre es gewesen, wie das Bundeskartellamt bzw. das Landeskartellamt Hessen abgesegnet durch BGH Entscheidung v. 2.10.2010 (KVR 66/08), S. 17 den vergleichbaren Metermengenwert heranzuziehen. Waldner 09:14, 6. Apr. 2012 (UTC)

M$ Rückkaufsumme

Die Rückkaufsumme aufgrund eines niedrigeren Unternehmenswertes ist wesentlich niedriger als ausgewiesen, die jährliche Annuität aus der Kreditgegenfinanzierung falsch berechnet.

Die Untersuchung der Auswirkung des Rückkaufs der Anteile der Berliner Wasserbetriebe (Wasser und Abwasser) allein auf die Wasserpreise ist auch nicht seriös, da die Abwasserpreise ein größeres Gewicht auf den Wasser- und Abwasser-Gesamtpreis haben. Dabei kommt das Gutachten von Schwalbach nicht umhin einzugestehen, dass die Wasserpreise in Berlin stärker gestiegen sind als im Bundesdurchschnitt.Waldner 09:14, 6. Apr. 2012 (UTC)

M$ Unternehmenswertberechnung:
Die Bestimmung der Rückkaufwerte der Berliner Wasserbetriebe durch eine Unternehmenswertberechnung ist methodisch und rechnerisch falsch. So wird der Unternehmenswert durch eine falsche methodische Anwendung der DCF-Entity-Methode ermittelt. Die verwendeten Eigenkapitalzinsen sind niedriger als die angesetzten Fremdkapitalzinsen. Das widerspricht sämtlichen Shareholder Value Ansätzen. Das Ergebnis der Unternehmenswertberechnung muss falsch sein.

Free Cash Flows zu hoch angesetzt

Die Gutachter verwenden nicht zufällig die bisher höchst erzielten Cashflows 2008 und 2009 und gehen davon aus, dass sie auch später so hoch seien. Dadurch wird der Unternehmenswert in die Höhe getrieben. Bereits 2010 ist der Free Cashflow wesentlich niedrigerr als in den Vorjahren. Waldner 09:14, 6. Apr. 2012 (UTC)

S$ Unternehmenswertberechnung:

Die Zinssätze für die Unternehmenswertberechnung sind nicht nur systematisch falsch berechnet worden, sondern auch systematisch zu niedrig angesetzt, um auch von dierser Seite her den Unternehmenswert in die Höhe zu treiben.
Der risikolose Zins wird – wie die Marktrisikoprämie – zu niedrig angesetzt. Statt den Mittelwert zu nehmen, wie bei den anderen Werten angesetzt, wird beim risikolosen Zins der niedrigere Wert vom Jahresdurchschnitt 2009 genommen. Dieser wird auch nicht aufgerundet wie es mathematisch richtig gewesen wäre. Hinsichtlich des Zinsniveaus wird angenommen, dass das niedrigere Zinsniveau auch künftig so bleibt. Den Gutachtern kam es offensichtlich darauf an, manipulativ den hohen Cashflows ein niedriges Zinsniveau gegenüberzustellen und damit den Rückkaufswert der Anteile zu hoch auszuweisen, um nachzuweisen, dass sich die Rekommunalisierung nicht lohne. Der Gesamtkapitalzins ist mind. um 1% zu niedrig ausgewiesen. Waldner 09:14, 6. Apr. 2012 (UTC)

S$ Rückabwicklung:

Die Teilprivatisierungsverträge sind aus verschiedenen juristischen Gründen mangelnde demokratische Legitimation, verbotetene Beihilfe, systemwidrige, asymmetrische staatliche Gewinngarantie unter Verletzung des Haushaltsvorbehalts des Parlaments ge. Art 87, Abs. I VvB nichtig. Juristisch könnte das u.a. durch eine Organklage vor dem LVerfGH Berlin bzw. vor dem EuGH geklärt werden. Die Nichtigkeitserklärung würde den Vertragszustand augenblicklich beenden. Eine Rückabwicklung wäre aber auch möglich. Diese Zusammenhäge werden nicht erörtert.
Waldner 09:14, 6. Apr. 2012 (UTC)

↓ Textabschnitt aus Gutachten-Seite 14

6) Fazit
In diesem Kurzgutachten wurden fünf zentrale Fragen zur Teilprivatisierung und möglichen Effekten einer Rekommunalisierung der BWB auf die Trinkwasserpreise untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Trinkwasserpreise nach der Teilprivatisierung weniger stark als vor der Teilprivatisierung gestiegen sind. Frage (a) konnte dementsprechend nicht positiv beantwortet werden. Dagegen wurde Frage (b) bejaht: Die Berliner Trinkwasserpreise sind stärker gestiegen als im Bundesdurchschnitt. Um die Aussage von Wirtschaftssenator Harald Wolf zu überprüfen, der eine 15-20 prozentige Senkung der Wasserpreise durch die Rekommunalisierung erwartet (Frage c), wurden zwei Szenarien mit unterschiedlichen Marktrisikoprämien und resultierenden Rückkaufpreisen und betrachtet. Im besten Fall konnte eine Reduzierung des Wasserpreises um 1,8% für Trink- und Abwasser nachgewiesen werden.47

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47 Rein auf das Trinkwasser bezogen, wäre maximal eine Preisreduzierung von 4,8% möglich gewesen (s. Tabelle A1 im Anhang).

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