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Kritikpunkte:

S$ Vergleich des RWE Verkaufsangebots mit den nach der DCF-Methode ermittelten Unternehmenswert-Anteilen von RWE.
Um den Realitätswert der Unternehmens-wertberechnung im Gutachten zu prüfen, gehen wir von der in den Medien verbreiteten Meldung (z.B. http://www.dowjones.de/site/2011/03/rwe-verkauft-berliner-wasserbetriebe-anteil-zurück-kreise.html) aus, dass RWE bereit sei, seine Anteile an den Wasserbetrieben für 800 Mio. Euro zu verkaufen. Machen wir doch einmal folgende Rechnung auf: Da die beiden privaten Anteilseigner je 50% der privaten Anteile besitzen, ergibt sich daraus ein Gesamtwert von 1,6 Mrd. Euro für beide Anteilseigner. Dieser aus der gegenwärtigen Verhandlungs-situation abgeleitete Wert liegt damit um 655 Mio. Euro (Szenario A) bzw. 323 Mio. Euro (Szenario B) niedriger als der von den Gutachtern in der nebenstehenden Tabelle 3 errechnete Unternehmenswert. Damit weicht der von den Gutachtern bestimmte Wert um 40,9% bzw. 20,2% nach oben ab. RHWT 21:49, 25. Mär. 2012 (UTC)


M$ Eigenkapitalzinsen/Fremdkapitalzinsen:
Offensichtlich sind die in der Rechnung der Gutachter verwendeten Eigenkapitalzinsen niedriger geraten als die Fremdkapitalzinsen. Da fragt man sich, warum die privaten Investoren seit fast dreizehn Jahren an ihrem privaten Engagement festgehalten haben, wenn es sich grundsätzlich um ein Zuschussgeschäft handelte. Jedenfalls verstößt ein solcher Ansatz vom Grundsatz her gegen jegliche betriebswirtschaftliche Axiome eines aktienwertgesteuerten CAPM-Ansatzes (CAPM = Capital Asset Pricing Modell), der der DCF-Entity-Methode zugrundeliegt. Der sich daraus errechnende Unternehmenswert muss falsch sein! RHWT 22:00, 14. Mär. 2012 (UTC)

S$ Höhe der Marktrisikoprämie in Zeile 5 der Tabelle 3
Die ausgewiesene Marktrisikoprämie ist entschieden zu niedrig. Die Marktrisiko-prämie (MRP) bezeichnet die Überrendite im Vergleich zu einer risikolosen Anlage. In der betriebswirtschaftlichen Literatur wird bei der Ermittlung der Marktrisikoprämie, die für die Ermittlung des zu verwendenden Eigen-kapitalzinsfaktors wichtig ist, auf die Analyse langfristiger historischer Zeitreihen zurück-gegriffen.

  • Die Unternehmensberatung NERA Economic Consulting [1] ermittelt für 2009 eine Marktrisikoprämie von 5,2%, indem sie diese als arithmetisches Mittel der Überrenditen bei den Aktienmärkten der Eurozone im Langfristzeitraum von 1900 – 2009 bestimmt. Dabei wird auf die Datenbank von Dimson, Marsh und Staunton zurückgegriffen. (vgl. NERA, Hern. Bundesbahn S. 2 [2])
  • NERA Economic Consulting ermittelt weiterhin in „Hern, Haug, Legg, Robinson: Cost of Capital for PR09. A Final Report for Water UK. London, January 2009“ [3] eine Marktrisikoprämie für das Wassergeschäft von 5.4%. (vgl. ebenda, S. iii)
  • Pablo Fernandez & Javier del Campo ermitteln für Europa eine MRP für 2009 von 5,4% und für 2008 von 5,3% (vgl. Pablo Fernandez & Javier del Campo: Market Risk Premium used 2010 by Professors, a survey with 1500 Answers, May 15, 2010, p. 6 [4])
  • Die britische OFWAT kalkuliert künftig mit einer Marktrisikoprämie von 5,4% (vgl. OFWAT, Future water sewerage charges 2010-15: Final determinations, p. 128 [5] ) „This is above the figure we used in 2004 and is at the high end of the pre-marked.up range proposed by Europe Economics (itself based on Dimson March and Staunton series data for the long-term equity risk premium).“

Angesichts dieser Zahlen scheint eine Marktrisikoprämie von 5,3% für 2008 und von 5,4% für 2009 statt der von den Gutachtern angesetzten 2% bzw. 3% der richtigere Ansatz zu sein. RHWT 22:47, 23. Mär. 2012 (UTC)

Das Beta in Zeile 7 der Tabelle 3
Das Beta bezieht sich nach dem von Sharp und Lindtner Mitte der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts immer auf eine alternative, zukünftig längerfristig angelegte Kapitalanlage. Nach dem Capital Asset Verfahren von Sharp ist das systematische Risiko Beta definiert als Maß für die Renditestreuung einer Aktie bezogen auf den Renditepfad des Gesamtaktienmarktes , d.h. das Beta misst den Grad der Übereinstimmung einer bestimmten Aktie mit der Entwicklung des Gesamtportefeuilles. Die Berechnung des Beta erfordert daher die Beobachtung eines adäquaten Vergleichsaktienmarktes über längere Perioden. Die Gutachter verwenden einen Betafaktor von 0,4, den sie zunächst bei NERA, Hern et al: Bundesbahn (2010), S. 49 entnommen haben, diese verweisen wiederum auf die Studie der OFWAT, Future water an sewerage charges 2010 . 15: Final determinations, p. 128) Der Vergleichsaktienmarkt wird nicht genannt. Schwalbach u.a. problematisieren das nicht. NERA, Hern (2020), Bundesbahn untersuchen die Beta für unverschuldete Beta für vier britische Wasserversorger und erhalten Werte, die zwischen 0,25 und 0,25 liegen. Der Durchschnittswert lag bei 0,33 (vgl. S.) Die NERA - Studie: Cost of Capital for PR 09. A Final Report for Water UK, January 2009 ermittelt ein Asset Beta (unverschuldet von 0,35 - 0,45, also einen mittleren Wert von 0,40, (vgl. p iii) Die Bundesnetzagentur geht in einer Studie für 2009 - 2003 von einem Beta von 0,40 aus.(vgl. Schaeffler, Weber: The Cost of Equity of Network Operators, 2011, p.11) Die BDEW-Studie von 2008 geht von einem unverschuldeten Beta von 0,38 aus. (Vgl. BDEW (2008), S. 19.) Danach dürfte ein Beta Faktor (unverschuldet = unlevered) für 2008 i. H. v. 0,38 und für 2009 v. 0,4 angemessen sein. Das verschuldete (levered) beträgt dann bei einer Fremdkapitalquote von RHWT 22:15, 25. Mär. 2012 (UTC)

↓ Tabelle 3 aus Gutachten-Seite 9

Tab3 20-Gutachten-Wasserpreise-data-Theron

Tabelle 3: Berechnung des Wertes der privaten Anteile der BWB nach Entity-Ansatz _______________________________________
30 Vgl. Hern et al. (2010), S. 4.

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