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Kritikpunkte:
M$ Siedlungsdichte:
Eine seltsame Argumentation. Zuerst heben die Gutachter auf die hohe Siedlungsdichte in Berlin ab, um dann in der Fußnote 10 zu erklären, dass dies noch nicht ausreicht, eine spezifische Kostenstruktur daraus abzuleiten. Aber wie ist denn das Verhältnis von Kostenstruktur und Siedlungsdichte beschaffen? Wird die Kostenstruktur bei hoher Siedlungsdichte etwa ungünstiger? So klingt es jedenfalls aus der Formulierung des Gutachtens heraus. Das Gegenteil ist jedoch der Fall, wenn die Kostenstruktur eines Rohrnetzes betrachtet werden soll. Entscheidend ist nämlich die Rohrlänge im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Als Vergleich zu Berlin wird im Gutachten Hamburg gewählt. Dort hat das Rohrnetz eine Länge von 5420 km. Dies ergibt in Hamburg bei 1,8 Millionen Einwohnern eine Rohrlänge von 3,01 m pro Einwohner. In Berlin hat das Rohrnetz 7889 km. Bei 3,5 Millionen Einwohner ergibt sich hier eine Rohrlänge von 2,25 m pro Einwohner. In Hamburg muss also mehr Netz pro Einwohner instand gehalten werden als in Berlin. Deshalb ist die auf das Rohrnetz bezogene Kostenstruktur im Hamburg ungünstiger als in Berlin. Im Gutachten wird allerdings der Eindruck erweckt, als würde allein die in Berlin höhere absolute Rohrnetzlänge schon eine ungünstigere Kostenstruktur zur Folge haben, was völlig verfehlt ist. Was den hohen Anteil unbesiedelter Fläche betrifft, so ist anzunehmen, dass die Rohrnetzlänge bezogen auf diese Fläche gering ist. Flötist 19:41, 24. Mär. 2012 (UTC)

↓ Textabschnitt aus Gutachten-Seite 3

Siedlungsdemographie und –dichte:
Berlin zeichnet sich durch eine hohe Siedlungsdichte in der Innenstadt bei einem gleichzeitig hohen Anteil an unbesiedelter Fläche durch Wälder und Seen aus.10 Die Stadtfläche Berlins beträgt 892 km². Ein Versorgungsgebiet von diesem Ausmaß erfordert ein großes Rohrnetz und bedingt damit einen hohen Anteil an Fixkosten. Das Rohrnetz in Berlin lag Ende 2009 bei 7.889 km.11

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10 Die Siedlungsdichte ist jedoch per se kein Indikator für eine spezifische Kostenstruktur. So kann die gleiche Siedlungsdichte in Abhängigkeit von der Zahl und Dichte von Haushaltsanschlussleitungen und Zählertypen zu unterschiedlichen Kosten führen (vgl. VKU 2009, S. 14).

11 Vgl. BWB (2010), S. 48. Im Vergleich liegt die Rohrnetzlänge in Hamburg nur bei 5.420 km (vgl. Hamburg Wasser (2011)).

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