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Kritikpunkte:
M$ Trinkwasserpreise/Abwasserpreise:
Das Gutachten untersucht ausschließlich die Trinkwasserpreise. Damit werden sowohl der im Gesamtpreis gewichtigere Anteil – die Abwassergebühren –, als auch der Grundpreis nicht in die Untersuchung einbezogen. Eine Untersuchung, die beansprucht, Teilprivatisierung und Rekommunalisierung anhand der Kostenbelastung für die Verbraucher zu beurteilen, hat ihr Ziel damit schon verfehlt. --Philanthrop 22:56, 20. Mär. 2012 (UTC)

M$ Versachlichung:
Eine Versachlichung setzt die Einhaltung der Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens voraus. Dieses wird hier aber schon formal nicht eingelöst. Es wird noch nicht einmal die zur Verfügung stehende wissenschaftliche Literatur benutzt, siehe Kritikpunkt „Literatur“. Auch methodisch wird hier keine Versachlichung erreicht: Die Reduktion der Rekommunalisierungsdiskussion blendet wichtige Aspekte aus und ist daher eher als Vereinseitigung zu bewerten. --Philanthrop 21:12, 21. Mär. 2012 (UTC)

M$ Untersuchungsthema:
Eine Bewertung der Rekommunalisierung anhand der Trinkwasserpreise ist einseitig – volkswirtschaftliche, ökologische, soziale, politische Gesichtspunkte werden völlig ausgeblendet. Auch die von Schwalbach gelegentlich berücksichtigte „Stadtrendite“ wird nicht untersucht. --Philanthrop 21:05, 21. Mär. 2012 (UTC)

S$ Trinkwasserpreise/Abwasserpreise:
zu Fußnote 2: Das Argument “nur der gewerbliche Betriebsteil Wasserversorgung und damit nur die Trinkwasserpreise behandelt” ist nicht stichhaltig, da die privaten Konzerne in der unternehmerischen Praxis auch am Abwasserteil beteiligt sind, auf diesen Einfluss ausüben und dort auch den Hauptteil der Gewinne erzielen. Die scharfe Trennung zwischen Trinkwasser- und Abwasserbereich in einen hoheitlichen und einen nichthoheitlichen Bereich ist allein unter steuerlichen Aspekten erfolgt. Die Deklarierung des Abwasserbereiches als hohheitliche Aufgabe führt zu steuerlichen Vorteilen, z.B. bei der Umsatz-, Körperschafts- und Gewerbesteuer für das Unternehmen. --Philanthrop 17:10, 21. Mär. 2012 (UTC)

M$ Literatur:
zu Fußnote 3: Die Studie von Oelmann et al., auf die das Gutachten verweist, ist von den Miteigentümern der BWB, den Konzernen Veolia und RWE, finanziert worden. Eine objektive Beurteilung der möglichen Folgen einer Rekommunalisierung mit wissenschaftlichem Anspruch muss jedoch die wesentliche wissenschaftliche Literatur berücksichtigen und nicht nur einseitig die Literatur, die den Kapitaleignern genehm ist. --Philanthrop 23:09, 20. Mär. 2012 (UTC)

↓ Textabschnitt aus Gutachten-Seite 2

1) Einleitung
Seit der Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe (BWB) im Jahre 1999 wird in der Öffentlichkeit über das Für und Wider des Verkaufs von 49,9% an RWE und Veolia diskutiert. Besonders im Fokus steht die Entwicklung der Wasserpreise in Berlin und im Vergleich zu anderen Bundesländern. Die 2007 initiierte Bürgerinitiative „Berliner Wassertisch“1 setzt sich vehement mit dem Leitspruch „Wasser gehört uns allen – Wasser ist ein Menschenrecht“ für eine Rekommunalisierung der BWB ein und setzte am 13. Februar 2011 erfolgreich einen Volksentscheid zur Offenlegung der Verträge zur Teilprivatisierung durch. Das folgende Kurzgutachten untersucht vor diesem Hintergrund einige Fragen zur Rekommunalisierung und möchte damit einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion leisten. Der Schwerpunkt der Studie liegt dabei auf der Entwicklung der Trinkwasserpreise2 und den möglichen Folgen einer Rekommunalisierung.3 ______________________________________

1 Siehe Berliner Wassertisch, URL: http://berliner-wassertisch.net.

2 In dem vorliegenden Kurzgutachten werden bei bundesdeutschen Preisvergleichen und der Analyse von Preissteigerungen vor und nach der Teilprivatisierung - wie auch im Prüfbericht des Bundeskartellamtes - nur der gewerbliche Betriebsteil Wasserversorgung und damit nur die Trinkwasserpreise behandelt. Die Entwässerung mit den Tarifen für Schmutz- und Niederschlagswasser ist dem hoheitlichen Betriebsteil zuzurechnen und damit nicht Bestandteil der Betrachtung.

3 Andere Aspekte im Zusammenhang mit der Teilprivatisierung wurden in ähnlichen Studien (siehe z. B. Oelmann et al. (2010a)) bereits sehr ausführlich untersucht.

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